Paracetamol-ratiopharm ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel (Analgetikum und Antipyretikum).
Anwendungsgebiete
Paracetamol-ratiopharm wird angewendet zur
symptomatischen Behandlung von
- leichten bis mäßig starken Schmerzen
- Fieber
Zur Anwendung bei Säuglingen ab 3 kg Körpergewicht
Wenn sich Ihr Kind nach 3 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlt oder wenn Ihr Kind hohes Fieber hat, wenden Sie sich an den Kinderarzt.
Aktive Wirkstoffe
Jedes Zäpfchen enthält 75 mg Paracetamol.
Hilfsstoffe
Die sonstigen Bestandteile sind: Hartfett, Macrogolstearat 2000 (Typ I) (Ph.Eur.)
Anwendung & Dosierung
Paracetamol-ratiopharm®ist für die Behandlung von Neugeborenen und Säuglingen ab 3 kg Körpergewicht geeignet. Bitte fragen Sie die Kinderärztin, den Kinderarzt um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung der Kinderärztin, des Kinderarztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Für die Dosierung sollten die Angaben in der nachfolgenden Tabelle beachtet werden.Paracetamol-ratiopharm®wird in Abhängigkeit von Körpergewicht und Alter dosiert, mit üblicherweise 10 bis 15 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis, bis maximal 60 mg/kg Körpergewicht als Tagesgesamtdosis.
Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollten mindestens 6 Stunden zwischen den Anwendungen liegen, das heißt eine Verabreichung von höchstens 4-mal pro Tag.
| Alter | Körper- gewicht |
Einzeldosis | Dosierungs- intervall |
maximale Tagesdosis (24 Std.) |
| jünger als 3 Monate | 3-4 kg | 75 mg Paracetamol (1 Zäpfchen) |
8-12 Stunden | 150 mg Paracetamol (2 Zäpfchen) |
| jünger als 3 Monate | 4-5 kg | 75 mg Paracetamol (1 Zäpfchen) |
6-8 Stunden | 225 mg Paracetamol (3 Zäpfchen) |
| älter als 3 Monate | 4 kg | 75 mg Paracetamol (1 Zäpfchen) |
6-8 Stunden | 225 mg Paracetamol (3 Zäpfchen) |
| älter als 3 Monate | 5-6 kg | 75 mg Paracetamol (1 Zäpfchen) |
6 Stunden | 300 mg Paracetamol (4 Zäpfchen) |
Die maximale Tagesdosis (24 Stunden) darf keinesfalls überschritten werden und der zeitliche Abstand bis zur nächsten Dosis muss mindestens den oben angegebenen Dosierungsintervallen entsprechen.
Besondere Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion
Wenn Ihr Kind an Leber- oder Nierenfunktionsstörungen oder Gilbert-Syndrom leidet, muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden. Sprechen Sie in diesen Fällen vor Anwendung dieses Arzneimittels mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt.
Schwere Nierenfunktionsstörungen
Wenn Ihr Kind eine schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) hat, muss ein Dosierungsintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden. Sprechen Sie in diesem Fall vor Anwendung dieses Arzneimittels mit der Kinderärztin dem Kinderarzt.
Art der Anwendung
Die Zäpfchen sind zur rektalen Anwendung.
Paracetamol-ratiopharm®wird möglichst nach dem Stuhlgang tief in den After (Rektum) eingeführt. Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit eventuell Zäpfchen in der Hand erwärmen oder ganz kurz in heißes Wasser tauchen.
Dauer der Anwendung
Wenn nach 3 Tagen weiterhin eine Behandlung notwendig ist, muss eine Kinderärztin, ein Kinderarzt um Rat gefragt werden.Säuglinge bis zum Alter von 3 Monaten, und insbesondere Früh- sowie Neugeborene müssen mit besonderer Umsicht überwacht werden und es kann notwendig sein, die Kinderärztin, den Kinderarzt zu einem früheren Zeitpunkt um Rat zu fragen.
Schwangerschaft & Stillzeit
Paracetamol-ratiopharm istnichtzur AnwendungbeiErwachsenenvorgesehen,diefolgenden Angabensindaber für den WirkstoffParacetamolwichtig:
WennSieschwangersind oderstillen, oder wennSievermuten, schwanger zusein oder beabsichtigen,schwanger zu werden,fragenSievor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Fallserforderlich,kannParacetamol-ratiopharm währendder Schwangerschaft angewendetwerden.SiesolltendiegeringstmöglicheDosisanwenden,mitderIhreSchmerzen und/oderIhr Fiebergelindertwerden,undsiesolltendasArzneimittelfürdenkürzestmöglichenZeitraum anwenden. WendenSiesichanIhrenArzt,fallsdieSchmerzenund/oderdasFiebernichtgelindertwerden oderSie dasArzneimittelhäufiger anwenden müssen.
Paracetamol geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Es wurden jedoch bisher keine schädlichen Folgenfür gestillte Kinder beobachtet. Paracetamol kann von stillenden Frauen angewendet werden, solange die empfohlene Dosierung nicht überschritten wird.
Gegenanzeigen
Paracetamol-ratiopharm® darf nicht angewendet werden,
- wenn Ihr Kind allergisch gegen Paracetamol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels ist.
Wechselwirkungen
Informieren Sie die Kinderärztin, den Kinderarzt oder Apotheker/-in, wenn Ihr Kind andere Arzneimittel einnimmt/anwendet, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen /angewendet hat oder beabsichtigt andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Die Anwendung von Paracetamol-ratiopharm® erhöht das Nebenwirkungsrisiko von:
- Arzneimitteln,diezum beschleunigtenAbbauinderLeberführen(z.B.MittelngegenEpilepsie[u.a. Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin] und Rifampicin [Tuberkulosemittel]) – Dies kann zu Leberschäden führen.
- Chloramphenicol (Antibiotikum)
- AZT (Zidovudin, Mittel gegen Virenerkrankungen). Bei gleichzeitiger Anwendung wird die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) verstärkt.
Beieiner längeren AnwendungvonParacetamolzusammenmitAntikoagulantien(z.B.Phenprocoumon,Warfarin)wirddie Wirkung der Antikoagulantien verstärkt. Dies kann dazu führen, dass Sie leichter blaue Flecken bekommen oder bluten.
InformierenSie Ihrer Ärztin, Ihren Arztoder Apotheker/-in, wenn Ihr KindFlucloxacillin (Antibiotikum) einnimmt/anwendet,dennesbestehtdasschwerwiegende RisikovonBlut-und Flüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose mitvergrößerter Anionenlücke),diedringendbehandelt werden müssen. Diese könneninsbesonderebei schwererNiereninsuffizienz,Sepsis(wennBakterienundihreToxineimBlut zirkulierenundzu Organschäden führen), Mangelernährung, chronischem Alkoholismus und bei Anwendung der maximalen Tagesdosen von Paracetamol auftreten.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder Apotheker/-in, bevor Sie Paracetamol-ratiopharm® anwenden, wenn Ihr Kind
- unter Leberfunktionsstörungen (z. B. Leberentzündungen) leidet,
- eine vorgeschädigte Niere hat,
- unter der seltenen angeborenen Stoffwechselstörung Gilbert-Syndrom (auch als Meulengracht-Krankheit bekannt), die von einem erhöhten Bilirubin-Gehalt des Blutes begleitet ist, leidet.
Wenden Sie in diesen Fällen Paracetamol-ratiopharm® erst nach vorheriger Rücksprache mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt an.
Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sollte sichergestellt werden, dass gleichzeitig angewendete Arzneimittel kein Paracetamol enthalten.
BeiPatientenmitverminderterGlutathionreserve( verursachtdurchu.a.Mangelernährung, Schwangerschaft,Lebererkrankung,Blutvergiftung /Infektion, Nierenerkrankung,Alkoholmissbrauch)kanndie AnwendungvonParacetamoldasRisikoeinerLeberschädigung,die auchzueiner Übersäuerung des Blutes führen kann, erhöhen.
Allgemeiner Hinweis
Bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Patientenhinweise
Bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen – kann auf eine mögliche Leberschädigung hinweisen).
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- SchwierigkeitenbeimAtmenoderpfeifendeAtmung(Bronchospasmus- Analgetika-Asthma)beiempfindlichenPersonen,allergischen Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) in Form von einfachem Hautausschlag oder Nesselausschlag bis hin zu einer Schockreaktion
- VeränderungendesBlutbildes wieeineverringerteAnzahlvonBlutplättchen(Thrombozytopenie)odereineFunktionsstörungim Knochenmark bei der Produktion von weißen Blutkörperchen (Agranulozytose). Dies wird über eine Blutuntersuchung festgestellt.
- Sehr selten wurden Fälle von schweren Hautreaktionen (arzneimittelinduziertes Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akutes generalisiertes pustulöses Exanthem) berichtet.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Leberschädigungen
- Hautausschläge
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. SiedürfendiesesArzneimittelnachdemauf dem UmkartonunddenStreifennach-Verwendbarbis-angegebenenVerfalldatumnichtmehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 25 °C lagern. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker/-in, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Pflichttext
Paracetamol-ratiopharm® 75 mg Zäpfchen
Wirkstoff: Paracetamol. Anwendungsgebiete: Leichte bis mäßig starke Schmerzen. Fieber. Paracetamol-ratiopharm 75 mg Zäpfchen sind für Säuglinge ab 3 kg Körpergewicht. Warnhinw.: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! -500 mg Brausetbl. enth. Lactose, Sorbitol, Sucrose u. Natrium 416 mg. -Lös.: 1 ml Lös. zum Einnehmen enth. 9,89 mg Natrium. -500 mg Tbl.: AM enth. weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tbl., d. h. es ist nahezu -natriumfrei-. Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 12/24; 9/25 (-75 mg Zäpf.).







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