Kribbelnde, brennende oder schmerzende Füße bzw. Unterschenkeln können auf Nervenschäden, sogenannte Neuropathien, zurückzuführen sein. Eine mögliche Ursache für diese Neuropathien ist ein Mangel an Vitamin B1. Viele Betroffene sind sich nicht bewusst, dass ein Vitamin-B1-Mangel diese Nervenschäden verursachen oder verschlimmern kann. Durch den Ausgleich des Vitamin-B1-Mangels können die Beschwerden in den Füßen gelindert werden.
Vitamin B1 Vitamin B1 ist lebensnotwendig und kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Es ist an Prozessen im Energiestoffwechsel maßgeblich beteiligt und zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen, die nur in begrenztem Umfang im Körper gespeichert werden können. Daher ist es wichtig, Vitamin B1 regelmäßig und in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen. Wenn dies nicht erfolgt oder der Darm nicht in der Lage ist, genügend Vitamin B1 aufzunehmen und bereitzustellen, kann ein Mangel entstehen.
Diabetes-Patienten sind besonders gefährdet, da sie ein erhöhtes Risiko für Vitamin-B1-Mangel haben.1 Bei diesen Patienten wird Vitamin B1 verstärkt über die Nieren ausgeschieden, was zu einer deutlich geringeren Konzentration im Blut führt als bei gesunden Menschen und so zu Neuropathien bzw. Polyneuropathien führen kann.1 In Deutschland entwickeln etwa 30% der Diabetiker eine Neuropathie.2
Neuropathie-Symptome
Anzeichen einer Neuropathie durch Vitamin-B1-Mangel, insbesondere bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, können folgende Symptome umfassen:
– Verminderte Wahrnehmung von Berührungen, Temperaturunterschieden oder Schmerzreizen
– Unangenehme Empfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl, pelziges Gefühl, Brennen bis hin zu starken Schmerzen – vor allem nachts und im Ruhezustand
– Muskelschwäche in den Beinen
– Unsicherer Gang
Weitere Risikogruppen
Langfristige Entzündungen sowie andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts können die Aufnahme von Vitamin B1 beeinträchtigen und so zu einem Mangel führen. Zudem können einseitige Ernährungsgewohnheiten, wie der überwiegende Verzehr von Weißmehlprodukten, der hohe Konsum von Kaffee, schwarzem Tee, rohem Fisch oder Alkohol, die Wahrscheinlichkeit eines Vitamin-B1-Mangels erhöhen.
Milgamma® protekt: Ihre Wahl bei Nervenschäden infolge eines Vitamin-B1-Mangels
Da der erhöhte Bedarf an Vitamin B1 oft nicht allein durch die normale Ernährung gedeckt werden kann, ist es besonders wichtig, den Körper ausreichend mit Vitamin B1 zu versorgen. Der in milgamma® protekt enthaltene Wirkstoff Benfotiamin behebt den Vitamin-B1-Mangel als eine Ursache von Nervenschädigungen und kann so bei regelmäßiger Einnahme die Begleitsymptome einer auf einem Vitamin-B1-Mangel beruhenden Neuropathie wie Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle und Schmerzen in den Füßen lindern.
Das Besondere in der Tablette: Benfotiamin
Das in milgamma® protekt enthaltene Benfotiamin ist die fettlösliche Vorstufe von Vitamin B1. Benfotiamin wird 5-mal besser vom Körper aufgenommen als -einfaches- Vitamin B1 (Thiamin).3 Dadurch kann ein Vitamin-B1-Mangel wirksam ausgeglichen oder vorgebeugt werden. Bei regelmäßiger Einnahme können die Symptome einer Neuropathie, die durch einen Vitamin-B1-Mangel verursacht werden, gelindert werden.
Quellen:
1 Thornalley PJ et al. (2007). Diabetologia 50(10):2164-2170.
2 Ziegler D et al. Diabetes Res Clin Pract 2022; 186: 109063
3 Schreeb KH et al. (1997). Eur J Clin Pharmacol 52(4):319-320.
4 Schmidt. Der Kassenarzt 14/15 (2002) 40-43. Bezogen auf typische neuropathische Symptome wie Brennen, Taubheitsgefühl und/oder Parästhesien.
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung eines Vitamin-B1-Mangels.
Aktive Wirkstoffe
1 Filmtablette enthält 300 mg Benfotiamin (fettlösliches Vitamin B1-Derivat)
Hilfsstoffe
Mikrokristalline Cellulose, Talkum, Povidon (K30), hochdisperses Siliciumdioxid, Croscarmellose-Natrium, höherkettige Partialglyceride, Hypromellose, Titandioxid, Polyethylenglycol, Saccharin -Natrium
Anwendung & Dosierung
Zur Therapie von Neuropathien sollte milgamma® protekt täglich über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen eingenommen werden. Anschließend erfolgt die Weiterbehandlung gemäß therapeutischem Erfolg. Zwei Drittel der Patienten zeigten nach 9 Wochen Benfotiamin-Gabe deutlich weniger Beschwerden.4 Das Arzneimittel ist gut verträglich und zur längerfristigen Einnahme geeignet.
Schwangerschaft & Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, ist dieses Arzneimittel aufgrund seiner Wirkstoffmenge nur zur Behandlung eines nachgewiesenen Vitamin-B1-Mangels sinnvoll. Daher dürfen Sie milgamma® protekt nur anwenden, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. In der Schwangerschaft beträgt die empfohlene tägliche Zufuhr für Vitamin B1 1,2 mg im 2. Trimester und 1,3 mg im 3. Trimester. Die Sicherheit einer Anwendung höherer als der täglich empfohlenen Dosis ist bislang nicht belegt.
Wenn Sie stillen, ist dieses Arzneimittel aufgrund seiner Wirkstoffmenge nur zur Behandlung eines nachgewiesenen Vitamin-B1-Mangels sinnvoll. Daher dürfen Sie milgamma® protekt nur anwenden, wenn Ihr behandelnder Arzt dies für unbedingt erforderlich hält. In der Stillzeit beträgt die empfohlene tägliche Zufuhr für Vitamin B1 1,3 mg. Die Sicherheit einer Anwendung höherer als der täglich empfohlenen Dosis ist bislang nicht belegt. Vitamin B1 geht in die Muttermilch über.
Gegenanzeigen
milgamma protekt darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Benfotiamin, Thiamin (chemischer Name für Vitamin B1) oder einen der in der Gebrauchsanweisung genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Wechselwirkungen
Einnahme von milgamma® protekt zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
Thiamin wird durch 5-Fluoruracil (ein Wirkstoff zur Behandlung von Krebserkrankungen) inaktiviert, da 5-Fluoruracil kompetitiv die Phosphorylierung von Thiamin zu Thiaminpyrophosphat hemmt.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie milgamma® protekt einnehmen.
Mögliche Nebenwirkungen
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Überempfindlichkeitsreaktionen (Nesselsucht, Hautausschlag).
- Gastrointestinale Störungen (Übelkeit oder andere gastrointestinale Beschwerden)
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach -Verwendbar bis- angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung
Pflichttext
Wirkstoff: Benfotiamin 300 mg.
Anwendungsgebiete:Therapie od. Prophylaxe von klinischen Vitamin-B1-Mangelzuständen, sofern diese nicht ernährungsmäßig behoben werden können; Behandlung von Neuropathien u. kardiovaskul. Stör., d. durch Vitamin-B1-Mangel hervorgerufen werden.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, 71034 Böblingen



















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