Zum Ersatz von Kalium
Anwendungsgebiete
Zum Ersatz von Kalium (Kaliumsubstitution) bei :
– ausgeprägter Erniedrigung der Blut-Kaliumkonzentration (Hypokaliämie < 3,2 mmol/l) insbesondere bei gleichzeitig bestehender stoffwechselbedingter Übersäuerung desBlutes (metabolischer Azidose)
– kaliummangelbedingten Störungen der Nerven- und Muskeltätigkeit (hypokaliämischen neuromuskulären Störungen) oder Herzrhythmusstörungen
– Erniedrigung der Blut-Kaliumkonzentration (Hypokaliämie) bei gleichzeitiger Behandlungmit Digitalis-haltigen Herzmitteln
Zur Vermeidung einer Erniedrigung der Blut-Kaliumkonzentration (Hypokaliämie) bei:
– Übersäuerung des Blutes durch Ketonkörper (Ketoazidose), z.B. bei der Zuckerkrankheit.
Zur Verhütung einer neuerlichen Bildung von Nierensteinen (Nierenstein-Metaphylaxe) bei
– Kalziumsteinen (z.B. bei Unfähigkeit der Nierenkanälchen, ausreichende MengenWasserstoff-Ionen auszuscheiden, d.h. bei renaler tubulärer Azidose)
– zu geringer Citrat-Ausscheidung (Hypocitraturie < 320 mg/die verschiedener Genese)
– Harnsäuresteinen.
Aktive Wirkstoffe
1 Brausetablette enthält: arzneilich wirksame Bestandteile :
2,17 g Kaliumcitrat 1 H2O , 2,00 g Kaliumhydrogencarbonat ,2,057 g Citronensäure
Hilfsstoffe
Glucose-Sirup, Macrogol 6000, Saccharin, Sucrose, Zitronen-Aroma
Anwendung & Dosierung
Soweit nicht anders angeordnet, 1 bis 3 Brausetabletten täglich.
– bei kaliumbedingten Störungen der Nerven- und Muskeltätigkeit oderHerzrhythmusstörungen und zur Vermeidung oder zum Ausgleich erniedrigter Blut Kaliumkonzentrationen:Die Dosierung richtet sich nach dem auszugleichenden Kaliumverlust, wobei imallgemeinen 40 – 80 mmol Kalium pro Tag ausreichen. Es sollten nicht mehr als 160mmol pro Tag gegeben werden. Die Einzeldosis sollte nicht mehr als 40 mmol Kalium -entsprechend 1 Kalinor-Brausetablette – betragen.
-Zur Verhütung einer neuerlichen Bildung von Nierensteinen:Die Dosierung sollte vom behandelnden Arzt so gewählt werden, dass die Citratausscheidung größer als 320 mg täglich ist und ein Urin-pH von 6,2 – 6,8 erreichtwird. Diese Werte sind mit der Gabe von 1 – 2 Brausetabletten pro Tag erreichbar. Die Einzeldosis sollte nicht mehr als eine Kalinor-Brausetablette, entsprechend 40 mmolKalium, betragen. Die Tagesdosis sollte 4 Brausetabletten nicht überschreiten.
Zum Einnehmen (nach Auflösen).
Lösen Sie 1 Kalinor-Brausetablette in einem Glas Wasser (100-200 ml) vollständig auf.Trinken Sie diese Lösung, evtl. nach Geschmack mit Fruchtsaft gemischt, schluckweise über10-15 Minuten. Die Einnahme zu einer Mahlzeit verbessert die Verträglichkeit.Eine Tagesdosis von 2 oder mehr Brausetabletten ist über den Tag verteilt einzunehmen(z. B. morgens, mittags, abends).
Hinweis für Diabetiker: 1 Brausetablette enthält 1,42 g Sucrose (Saccharose) entspr. 0,12BE.
Solange die Ursache des Kaliummangels weiterbesteht sowie zur Verhütung einerneuerlichen Erkrankung mit Nierensteinen, ist eine fortlaufende Gabe von Kalinor Brausetabletten empfehlenswert. In anderen Fällen reichen oft Tage bis Wochen für denAusgleich des Kaliummangels aus.
Schwangerschaft & Stillzeit
Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sindnicht bekannt.
Gegenanzeigen
Kalinor-Brausetabletten dürfen nicht eingenommen werden bei Krankheiten, die häufig miteiner Erhöhung des Blut-Kaliumspiegels über die Norm (Hyperkaliämie) verbunden sind:
– Dehydratation (Mangel an Körperwasser als Folge einer Störung des Wasser- und SalzHaushaltes)
– eingeschränkter exkretorischer Nierenfunktion (verminderter Ausscheidungsfähigkeit derNieren)
– Morbus Addison (-Bronzehautkrankheit-, ungenügender Leistung der Nebennierenrinde)
– Adynamia episodica hereditaria (GAMSTORP-Syndrom, einer seltenen erblichen
Erkrankung mit anfallsweise auftretenden schlaffen Lähmungen bei erhöhter BlutKaliumkonzentration).
Kalinor-Brausetabletten dürfen nicht eingenommen werden, wenn Sie an der seltenen,ererbten Fructose-Unverträglichkeit, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einemSaccharase-Isomaltase-Mangel leiden.
Wann dürfen Sie Kalinor-Brausetabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden?
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Kalinor-Brausetabletten nur unter bestimmtenBedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitteIhren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.Kalinor-Brausetabletten sollten nur mit Vorsicht angewendet werden :
– bei Sichelzellanämie (einer fast ausschließlich bei Schwarzen vorkommenden Störungder Bildung des roten Blutfarbstoffs)
– bei gleichzeitiger Behandlung mit
– Arzneimitteln, die vergleichbar dem -Atropin- (aus der Tollkirsche) wirken(Anticholinergika)
– kaliumsparenden wassertreibenden Mitteln (kaliumsparenden Diuretika)
– die Wirkung von Nebennierenrindenhormon aufhebenden Substanzen (Aldosteron antagonisten)
– bestimmten blutdrucksenkenden Mitteln (ACE-Hemmern)
– möglicherweise nierenschädlichen Arzneimitteln wie bestimmten Schmerz- undRheumamitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika u. a.).
Wechselwirkungen
Durch Wechselwirkung mit diesen letztgenannten Arzneimitteln, durch eine plötzlichauftretende Übersäuerung des Blutes (Azidose), plötzliche Einschränkung der Nierenfunktionoder andere Zustände kann es zu einer Erhöhung der Blut-Kaliumkonzentration über dieNorm (Hyperkaliämie) kommen.
Eine Erhöhung der Blut-Kaliumkonzentration vermindert die Wirkung von Herzglykosiden,eine Erniedrigung, d. h. unbehandelter Kaliummangel, verstärkt die den Herzrhythmusstörende (arrhythmogene) Wirkung von Herzglykosiden. Die Wirkung vonNebennierenrindenhormon aufhebende Substanzen (Aldosteronantagonisten),kaliumsparende wassertreibende Mittel (kaliumsparende Diuretika), bestimmte blutdrucksenkende Mittel (ACE-Hemmer) und bestimmte Schmerz- und Rheumamittel(nichtsteroidale Antiphlogistika und periphere Analgetika) vermindern dieKaliumausscheidung über die Nieren.Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel geltenkönnen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Anwendung sind der Zustand des Mineralstoff- und Säure-Basen-Haushalts(Elektrolyt- und Säure-Basen-Status), der Herzrhythmus und besonders bei älteren Patientendie Nierenfunktion zu überprüfen. Diese Werte sind während der Behandlung zunächst inkürzeren, später in längeren Abständen zu überwachen.
1 Brausetablette enthält 1,42 g Sucrose (Saccharose) entsprechend ca. 0,12 Broteinheiten(BE). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.
Patientenhinweise
Die Einnahme von Kalinor-Brausetabletten hat keine schädlichen Auswirkungen auf IhreVerkehrstüchtigkeit, Ihr Reaktionsvermögen oder Ihre allgemeine Handlungsfähigkeit, auchbeim Bedienen von Maschinen oder bei Arbeiten ohne sicheren Halt
Der häufige und dauernde Gebrauch von Kalinor-Brausetabletten kann schädlich für dieZähne sein (Karies).
Wechselwirkungen zwischen der Einnahme von Kalinor-Brausetabletten und Genussmitteln,Speisen und Getränken sind nicht zu erwarten.
Die trinkfertige Lösung enthält: 40,0 mmol Kalium-Ionen (entsprechend 1,56 g Kalium)mindestens 13,3 mmol Citrat-Ionen
Mögliche Nebenwirkungen
Die Einnahme von Kalinor-Brausetabletten kann bei dafür empfindlichen Patienten zuÜbelkeit und Erbrechen führen. Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Leibschmerzen undDurchfälle wurden ebenfalls beschrieben.Sehr selten ist bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit (z. B. Heuschnupfen,Hausstauballergie) eine allergische Reaktion mit Hautjucken bzw. Gesichtsschwellungbeobachtet worden.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Das Verfallsdatum dieser Packung ist auf der Faltschachtel (siehe Verschlusslasche) unddem Etikett aufgedruckt. Bitte verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach diesemDatum!Auch wenn sie schließlich in Wasser aufgelöst werden, sind Brausetabletten während derLagerung doch empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, auch gegenüber Luftfeuchtigkeit. In derfest verschlossenen Röhre werden Kalinor-Brausetabletten durch die im Verschlussstopfenenthaltene Trockenzelle vor Feuchtigkeit geschützt. Verschließen Sie daher die Röhre nachjeder Tablettenentnahme sofort wieder, um die verbliebenen Kalinor-Brausetabletten voreiner Schädigung durch die Luftfeuchtigkeit zu bewahren. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
Pflichttext
Zur Normalisierung des Kaliumhaushalts sowie zur Verhütung von Nierensteinen


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