Calcium-Sandoz D Osteo ist ein Calcium-Vitamin-D3-Präparat.
Anwendungsgebiete
Calcium-Sandoz D Osteo wird eingenommen
– zur Vorbeugung und Behandlung von Calcium- und Vitamin-D-Mangel.
– als Vitamin D- und Calciumsupplement zur Unterstützung einer spezifischen Therapie zur Behandlung derOsteoporose sowie zur Prävention einer Osteoporose.
Aktive Wirkstoffe
Calcium und Colecalciferol (Vitamin D3).
Hilfsstoffe
Citronensäure, Äpfelsäure, hochdisperses Siliciumdioxid, Natriumhydrogencarbonat, Natriumcyclamat,Zitronenaroma (enthält Sorbitol [Ph.Eur.]), mittelkettige Triglyceride, Natrium ascorbat, Natriumcarbonat, Maltodextrin, Saccharin-Natrium (Ph.Eur.), Stärke, modifi ziert (Mais), Sucrose, all-rac—Tocopherol
Anwendung & Dosierung
Die empfohlene Dosis beträgt:
Erwachsene nehmen 1-2 Brausetabletten täglich (entsprechend 600-1.200 mg Calcium und 400-800 I.E. Vitamin D3) ein.
In der Schwangerschaft 1-mal täglich 1 Brausetablette (siehe auch Abschnitt 2 unter -Schwangerschaft und Stillzeit-).
Schwangerschaft & Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie ver muten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwangerzu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in derApotheke um Rat.
Calcium-Sandoz D Osteo kann während der Schwanger schaft bei Vorliegen eines Calcium- und Vitamin-D-Mangelseingenommen werden.
Calcium-Sandoz D Osteo kann während der Stillzeit einge nommen werden. Calcium und Vitamin D gehen in die Muttermilch über. Dies ist zu berücksichtigen, wenn das Kindzusätzliche Gaben von Vitamin D erhält.
Gegenanzeigen
Calcium-Sandoz D Osteo darf nicht eingenommen werden:
– wenn Sie allergisch gegen Calcium, Colecalciferol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
– bei zu hohen Calciumkonzentrationen im Blut (Hyperkalzämie) und/oder vermehrter Calciumausscheidung imHarn (Hyperkalzurie).
– bei Krankheiten und/oder Zuständen, die zu einem erhöhten Calciumgehalt im Blut (Hyperkalzämie) und/odervermehrter Calciumausscheidung im Harn (Hyperkalzurie) führen (z. B. Überfunktion der Nebenschilddrüsen,eine Erkrankung des Knochenmarks [Myelom], ein bösartiger Knochentumor [Knochenmetastasen]).
– wenn Sie von einer schweren Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder Nierenversagen betroffen sind.
– bei Nierensteinen (Nephrolithiasis).
– bei Nierengewebsverkalkungen (Nephrokalzinose).
– bei zu hohen Vitamin-D-Spiegeln (Hypervitaminose D)
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in, wenn Sie andereArzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
– Thiazid-Diuretika führen zu einer Herabsetzung der Calciumausscheidung im Urin. Wegen der erhöhten Gefahreines erhöhten Calciumgehaltes im Blut (Hyperkalzämie) wird empfohlen, bei gleichzeitiger Anwendung vonThiazid-Diuretika den Calciumblutspiegel regelmäßig zuüberwachen.
– Systemische Kortikosteroide (Mittel zur Unterdrückungder Immunabwehr und bei bestimmten Entzündungen)verringern die Calciumaufnahme. Während einer gleichzeitigen Anwendung kann es notwendig sein, die Dosisvon Cal cium-Sandoz D Osteo zu erhöhen.
– Die gleichzeitige Behandlung mit Orlistat (ein Arzneimittel zur Gewichtsreduktion), Ionenaustauscherharzen wieColestyramin oder Abführmitteln wie Paraffinöl kann diegastrointestinale Aufnahme von Vitamin D reduzieren.
Es sollte zu Calcium-Sandoz D Osteo ein Einnahmeabstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden,da sonst die Aufnahme von Calcium-Sandoz D Osteo vermindert ist.
– Die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit vonbestimmten Antibiotika (Tetracycline) kann durch diegleichzeitige Einnahme von Calcium-Sandoz D Osteovermindert werden. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-haltige Arzneimittel mindestens 2 Stunden vor bzw.4-6 Stunden nach der Einnahme von Calcium-Sandoz D Osteo eingenommen werden.
– Die Aufnahme von Aluminium- und Bismutsalzen unddamit auch deren Toxizität werden durch die in Calcium-Sandoz D Osteo enthaltene Citronensäure gesteigert.Zwischen der Einnahme von Calcium-Sandoz D Osteound der Einnahme von Aluminium- und Bismutsalzensollte daher in der Regel ein Abstand von mindestens2 Stunden eingehalten werden.
– Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside),kann sich deren Toxizität aufgrund einer Hyperkalzämieerhöhen. Aus diesem Grund müssen Patienten, die herzwirksame Glykoside erhalten, mit Hilfe des Elektrokar diogramms (EKG) und durch Bestimmung des Calcium gehaltes im Blut ärztlich überwacht werden.
– Bei gleichzeitiger Behandlung mit Bisphosphonat- oderNatriumfl uorid-Präparaten (Arzneimittel zur Behandlungvon Osteoporose) oder Fluorchinolonen (ein bestimmterAntibiotikatyp) sollten diese wegen des Risikos einer eingeschränkten Aufnahme dieser Arzneimittel im MagenDarm-Trakt mindestens 3 Stunden vor Calcium-SandozD Osteo eingenommen werden.
– Rifampicin (ein Antibiotikum), Phenytoin (ein Medikamentgegen Epilepsie) und Barbiturate (Medikamente, die Ihnen helfen zu schlafen) können die Wirkung von VitaminD3 beeinträchtigen.
– Calcium kann die Aufnahme von Eisen, Zink und Strontiumranelat sowie von Estramustin (ein Medikament, dasin der Chemotherapie angewendet wird) und Schilddrüsenhormonen verringern. Nehmen Sie daher bitte Arzneimittel, die Eisen, Zink, Strontiumranelat, Estramustin oder Schilddrüsenhormone enthalten, mindestens2 Stunden vor bzw. 2 Stunden nach der Einnahme vonCalcium-Sandoz D Osteo ein
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
– Während einer Langzeitbehandlung mit Calcium-SandozD Osteo muss Ihr Arzt den Calciumspiegel im Blut kontrollieren und die Nierenfunktion durch Messung desSerum-Kreatininwertes überwachen. Die Überwachungist besonders wichtig bei älteren Patienten, die gleichzeitig bestimmte Arzneimittel, die die Herzkraft steigern(herzwirksame Glykoside), oder harntreibende Arzneimittel (Diuretika) erhalten (siehe -Einnahme von Calcium-Sandoz D Osteo zusammen mit anderen Arzneimitteln-).Dies gilt auch, wenn bei Ihnen eine ausgeprägte Neigungzur Steinbildung vorliegt. Bei Auftreten einer Hyperkalzämie (zu hohe Calciumkonzentrationen im Blut) oder Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung muss die Dosis verringert oder die Einnahme von Calcium-Sandoz D Osteobeendet werden. Es empfiehlt sich, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung vorläufig zu unterbrechen,wenn der Calciumgehalt im Harn 7,5 mmol/24 Stunden(300 mg/24 Stunden) überschreitet.
– Wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, istCalcium-Sandoz D Osteo vorsichtig, unter Überwachung der Calcium- und Phosphatspiegel, anzuwenden. Das Risiko einer Verkalkung der Weichteile ist zu berücksichtigen. Bei einer schweren Nierenfunktionsstörung wird Vitamin D in Form von Colecalciferol nichtnormal verstoffwechselt. Ihr Arzt muss Ihnen daher einanderes Vitamin-D-Präparat verordnen (siehe -Calcium-Sandoz D Osteo darf nicht eingenommen werden-).
– Es liegen Literaturberichte vor, die darauf hindeuten,dass Citratsalze möglicherweise zu einer erhöhten Aluminiumaufnahme führen. Calcium-Sandoz D Osteo enthält Citronensäure. Wenn Sie eine stark eingeschränkteNierenfunktion haben und aluminiumhaltige Präparate einnehmen, sollten Sie daher vor der Einnahme vonCalcium-Sandoz D Osteo Rücksprache mit Ihrem Arzthalten.
– Wenn Sie an einer bestimmten Lungenkrankheit (Sarkoidose) leiden, besteht die Gefahr einer erhöhten Umwandlung von Vitamin D in seine wirksame Form. DerCalciumspiegel in Blut und Urin sollte überwacht werden.
– Wenn Sie an einer Immobilisationsosteoporose (Knochenschwund nach einer längeren kompletten Ruhigstellung von Gliedmaßen) leiden, besteht ein erhöhtesRisiko für das Auftreten einer Hyperkalzämie (zu hoheCalciumkonzentrationen im Blut).
– Wenn Ihnen gleichzeitig andere Vitamin-D-Präparate verordnet werden, sollte Ihr Arzt die mit Calcium-SandozD Osteo verabreichte Dosis von 400 I.E. Vitamin D3 proBrausetablette berücksichtigen. Eine zusätzliche Einnahme von anderen Calcium- oder Vitamin-D-haltigen Präparaten sollte nur unter engmaschiger ärztlicher Aufsichterfolgen. In diesen Fällen ist eine regelmäßige Überwachung der Calciumspiegel in Blut und Urin erforderlich.
– Bei Einnahme von Calcium-Sandoz D Osteo sollte dieCalcium- und Alkaliaufnahme (z. B. Carbonate) ausanderen Quellen (Nahrungsmittel, angereicherte Lebensmittel oder andere Arzneimittel) beachtet werden.Wenn hohe Dosen an Calcium gleichzeitig mit z. B.Carbonaten genommen werden, kann dies zu einemMilch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom) führen. BeimMilch-Alkali-Syndrom handelt es sich um eine Calcium-Stoffwechselstörung mit einer Erhöhung des Calciumspiegels im Blut (Hyperkalzämie), der Untersäuerung des Blutes (metabolischer Alkalose), Nierenversagenund Weichteilverkalkung. Es kann durch Aufnahme sehr
Mögliche Nebenwirkungen
Es sind schwerwiegende allergische Überempfi ndlichkeits reaktionen mit unbekannter Häufigkeit aufgetreten (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sichfeststellen, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen:
Schwellungen im Gesicht, der Zunge, der Lippen (Angioödem) oder Schwellungen im Rachen (Kehlkopfödem)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
– erhöhter Calciumgehalt im Blut (Hyperkalzämie), vermehrte Calciumausscheidung im Harn (Hyperkalzurie)
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
– Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria)
– Blähungen, Verstopfung, Durchfall (Diarrhö), Übelkeit,Bauchschmerzen
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
– Einzelfälle von systemischen allergischen Reaktionen(anaphylaktische Reaktion, Gesichtsödem, angioneurotisches Ödem)
– Milch-Alkali-Syndrom (auch Burnett-Syndrom, tritt normalerweise nur bei übermäßiger Calciumeinnahme auf):
Die Symptome sind häufiger Harndrang, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche zusammen mit erhöhten Calciumwerten im Blut, der Untersäuerung desBlutes (metabolische Alkalose), Weichteilverkalkung undeiner Nierenfunktionsstörung.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglichauf.
Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren. Das Röhrchen fest verschlossen halten, um denInhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Pflichttext
Calcium-Sandoz® D Osteo Brausetabletten, 600 mg/400 I.E:
Wirkstoffe: Calcium/Colecalciferol. Anwendungsgebiete: Prävention und Behandlung von Calcium- und Vitamin-D-Mangel und als Vitamin D- und Calciumsupplement zur Unterstützung einer spezifischen Therapie zur Behandlung der Osteoporose sowie zur Prävention einer Osteoporose. Enthält Sucrose, Sorbitol und Natrium. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke!
Mat.-Nr.: 2/51013294-02 Stand: Februar 2021
Hexal AG, 83607 Holzkirchen, www.hexal.de











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