Bifiteral Sirup eignet sich zur kurzfristigen Behandlung bei Verstopfung.
Anwendungsgebiete
Dieses Arzneimittel wird angewendet bei:
- Verstopfung (unregelmäßige Darmbewegung, harteund trockene Stuhlgänge), die durch ballaststoffreicheKost und andere allgemeine Maßnahmen nicht ausreichend beeinflusst werden kann.
- Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgangerfordern (z.B. Hämorrhoiden oder Operationen im Enddarm bzw. Analbereich).
- Vorbeugung und Behandlung bei portokavaler Enzephalopathie (d.h. Störungen der Gehirnfunktion infolgechronischer Lebererkrankungen die zu Verwirrtheit,Zittern und erniedrigtem Bewusstsein bis hin zu einemKoma führen können).
Aktive Wirkstoffe
100ml enthalten 66,7g Lactulose [(4-O-ß-D-Galactopy ranosyl-D-Fructose)].
Hilfsstoffe
Bifiteral Sirup enthältkeine weiteren sonstigen Bestandteile.
Anwendung & Dosierung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie indieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nachder mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Abspracheein. Fragen Sie bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arztdieses Arzneimittel nicht anders verordnet hat. Bittehalten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da diesesArzneimittel sonst nicht richtig wirken kann!
Bedenken Sie auch, dass es nach Einnahme der angegebenen Dosen dieses Arzneimittels einer geraumen, oft von Patient zu Patient unterschiedlichen Zeit bedarf, bissich die erwünschte Wirkung zeigt. So kann die abführende Wirkung dieses Arzneimittels bereits nach 2 bis 10Stunden eintreten, es können aber auch 1 bis 2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen, besonders bei nochungenügender Dosierung. Dieses Arzneimittel muss je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich dosiert werden. Die hier angegebenen Dosierungen können nur derOrientierung dienen und müssen ggf. verändert werden,um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei Verstopfung und wenn weicher Stuhlgang vonmedizinischem Vorteil ist
– Erwachsene:
1 bis 2x täglich 7,5 bis 15ml Sirup (entsprechend 5 bis 10gLactulose).
– Kinder:
1 bis 2x täglich 4,5 bis 9ml Sirup (entsprechend 3 bis 6gLactulose).
Die Anwendung von Abführmitteln (Laxantien) bei Kindern, Neugeborenen und Babys sollte nur inAusnahmefällen und unter medizinischer Aufsicht erfolgen, weil hierdurch die normalen Stuhlentleerungsreflexegestört werden können.
Bitte geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder (unter14 Jahren) ohne vorher einen Arzt kontaktiert zu haben. Die Dosis kann einmal täglich z.B. während des Frühstücks, oder geteilt in zwei Dosierungen pro Tag eingenommen werden. Für die Dosierung benutzen Sie bitteden Messbecher.
Gerade zu Beginn der Behandlung einer Verstopfung sindhäufig größere Dosen dieses Arzneimittels erforderlich.Im Allgemeinen kann diese etwas höhere Anfangsdosisnach 3 bis 4 Tagen vermindert werden.
Dosierung bei portokavaler Enzephalopathie, d.h. beiBeeinträchtigung der Hirnfunktion im Rahmen einer Lebererkrankung (nur bei Erwachsenen)
– Erwachsene:
Zu Beginn der Behandlung sollten 3 bis 4x täglich 7,5 bis15ml Sirup (entsprechend 5 bis 10g Lactulose) eingenommen werden.Anschließend sollte die Dosis langsam und vorsichtig auf3 bis 4x täglich 30 bis 45ml Sirup (entsprechend 20 bis30g Lactulose) gesteigert werden. Die Dosierung ist soanzupassen, dass täglich 2 bis 3 weiche Stühle entleertwerden.
– Kinder und Jugendliche:
Für die Behandlung von Kindern (bis 18 Jahren) mitportokavaler Enzephalopathie liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer zur gleichenTageszeit ein.
Messen Sie bitte die für Sie erforderliche Dosis Sirup ab.Diese kann unverdünnt oder verdünnt mit Wasser oderwarmen Getränken, z.B. Kaffee oder Tee, gemischt oderin Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mitdiesen Lebensmitteln eingenommen werden. Bei unverdünnter Einnahme sollte dieses Arzneimittel direktgeschluckt und nicht länger im Mund behalten werden.Die Einnahme von Lactulose kann unabhängig von denMahlzeiten erfolgen. Ist zur erfolgreichen Behandlungeiner Verstopfung eine einmalige Dosis dieses Arzneimittels ausreichend, so hat sich eine Einnahme morgens nach dem Frühstück als besonders verträglich erwiesen. Für Bifiteral Sirup kann der Messbecher verwendetwerden.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des jeweiligen Krankheitsbildes.
Sollte es nach Einnahme dieses Arzneimittels in derempfohlenen Dosis auch nach einigen Tagen zu keinerVerbesserung bzw. zu einer Verschlechterung derSymptomatik kommen, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker/-in, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung dieses Arzneimittels in der empfohlenen Dosis zu stark oder zuschwach ist.
Schwangerschaft & Stillzeit
Schädliche Wirkungen von Lactulose bei Einnahmewährend der Schwangerschaft und Stillzeit sind nichtbekannt. Lactulose kann auch während der Schwanger schaft und Stillzeit eingenommen werden. Es sind keine Effekte auf die Zeugungs- und Gebärfähigkeit zu erwarten.
Gegenanzeigen
Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Lactulose, Sulfit oder einender sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- bei einem Darmverschluss (Ileus)
- bei Darmdurchbruch (Perforation) oder einem erhöhten Risiko für Darmdurchbruch
- bei Fruchtzuckerunverträglichkeit (hereditäre Fructose-Intoleranz)
- bei Schleimzuckerunverträglichkeit (hereditäre Galaktose-Intoleranz, z.B. Galactosämie).
Wechselwirkungen
Dieses Arzneimittel kann den Kaliumverlust durchandere, gleichzeitig eingenommene Arzneimittel verstärken. Dazu gehören bestimmte harntreibende Mittel(Diuretika), Nebennierenrinden-Hormone (Kortikosteroide) und das gegen Pilze eingesetzte Amphotericin B. Bei Kaliummangel ist die Empfindlichkeit gegenüberherzwirksamen Glykosiden (z.B. Digitoxin) erhöht.Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Apotheker/-in wenn Sieandere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arznei mittel eingenommen haben oder beabsichtigen andereArzneimittel einzunehmen.
Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Apotheker/-in, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Besondere Vorsichtbei der Einnahme von diesem Arzneimittel ist erforderlich,
- wenn Sie vor Beginn der Behandlung an Bauchschmerzen mit unbekannter Ursache leiden wenn Sie keinen Milchzucker verdauen können(Lactoseintoleranz, Lactasemangel).
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses ArzneimittelNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei den Häufigkeitsangaben werden folgende Kategorienzugrunde gelegt:
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandeltenbetreffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandeltenbetreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandeltenbetreffen
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbarenDaten nicht abschätzbar
Sehr häufig:
- Durchfall
Häufig:
- Blähungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
Gelegentlich:
- Störungen des Elektrolythaushaltes bedingt durchDurchfall
Bei langfristiger Einnahme dieses Arzneimittels in einer Dosierung, die zu anhaltend dünnen Stühlen führt, mussmit den üblichen, durch Abführmittel bedingten Störungenim Bereich des Wasser- und Elektrolythaushaltes(vermehrte Ausscheidung von Kalium, Natrium undWasser) sowie deren Folgewirkungen gerechnet werden.In seltenen Fällen ist in der Behandlung der portokavalenEnzephalopathie über eine Hypernatriämie (erhöhteNatriumkonzentration im Serum) berichtet worden. Sulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und eine Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmen) hervorrufen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett/der Faltschachtel nach -Verwendbar bis- angegebenenVerfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenenMonats.
Pflichttext
Anwendungsgebiet: Obstipation, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann, sowie Erkrankungen, die eine erleichterte Defäkation erfordern. Prophylaxe und Therapie der portokavalen Enzephalopathie. Die Anwendung von Laxantien in Kindern sollte die Ausnahme bleiben und medizinisch überwacht werden. Es sollte bedachtwerden, dass der Defäkationsreflex während der Behandlung gestört sein könnte. 100 ml Bifteral enthalten: Wirkstoffe: 66,7 g Lactulose





Reviews
There are no reviews yet.